Links Socialistscher Partei DänemarksVenstresocialisterne (VS) |
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VS ist eine Partei mit revolutionärem, demokrati schem und sozialistischem Ziel. Das endliche Ziel ist die klassenlose »kommunistische« Ge. sellschaft. Die Partei steht für jeden offen, der sich ihrem Programm anschließen kann.
VS'Programm ist ein Minimumsprogramm, es ist unter ständiger Entwicklung und gibt zum Ausdruck, wie weit VS in ihrer Kapitalismusanalyse gekommen ist, ihrem Revolutionsverständnis unc ihrer Vorstellung von Sozialismus.
Die Mitgliedschaft in der Partei bedeutet, daß man sich dem Parteiprogramm anschließt, und aktiv für die verabschiedete Parteipolitik arbeitet. Uneinigkeit unter den Mitgliedern ist weniger entscheidend, als die gemeinsame Grundlage des Parteiprogramms. Die wichtigste Aufgabe der Partei ist es, die Politik des Programms zu verbreiten, auf dessen Grundlage zu politischer Handlung zu mobilisieren, und dem, der sich dem Programm anschließt, Mitgliedschaft oder Zusammenarbeit anzubieten.
Ausgangspunkt für die politische Arbeit der Mittglieder ist das Programm, aber innerhalb dieses Rahmens sind sie freigestellt. Das ermöglicht verschiedene Erfahrungen einzuholen, die wichtig sind für den ständigen Entwicklungsprozeß der Partei.
VS baut auf die marxistische Theorie und Methode -den dialektischen und historischen Materialismus - als das beste existierende Werkzeug für das Verständnis der gesellschaftlichen Wirklichkeit. Ein solches Verständnis ist eine notwendige Vorraussetzung um die Gesellschaft und dessen Entwicklung zu verändern. Der Marxismus baut auf den Klassenkampf als die entscheidende Kraft in der Geschichte, in der Entwicklung der Gesellschaft von der einen Produktionsweise zur anderen. In seiner Analyse der Gesellschaft nimmt der Marxismus Ausgangspunkt in der Analyse des Widerspruchs zwischen Produktivkräften und Produktionsverhältnissen. Die Produktionsverhältnisse sind das Verhältnis zwischen den Menschen in der Produktion.
Dieses sind einige Grundzüge der marxistischen Analyse. Im Programm versuchen wir die marxistische Theorie und Methode anzuwenden, um die bisherige gesellschaftliche Entwicklung und deren Entwicklungstendenzen zu analysieren. Die komplizierte Wirklichkeit der Gesellschaft, kann hier nicht ausführlich beschrieben werden, es werden nur allgemeine Züge der Entwicklung beschrieben. Der Marxismus beschäftigt sich mit den Hauptzügen und den wichtigsten Entwicklungstendenzen - weil es wichtig ist, die Weit zu verstehen, um sie verändern zu können.
Die marxistische Theorie beschreibt die Gesellschaft in ihrem historischen Verlauf. Die Theorie muß daher im Takt mit der gesellschaftlichen Entwicklung ausgebaut werden. Für eine Partei wie VS ist es daher eine zentrale Aufgabe, zu dieser Entwicklung beizutragen und Theorie in Praxis umzusetzen.
Umweltschutz und Ökologie
Die drohende globale Umweltkriese, der wir gegenüber stehen, ist
verursacht durch die ständige Forderung nach materiellem Wachstum sowohl von den
kapitalistischen Ländern wie von den erklärten sozialistischen Ländern. In den
kapitalistischen Ländern wird die Entwicklung fortgetrieben durch die Forderung um
ständig höheren Profit. In den erklärten sozialistischen Ländern ist sie verursacht
durch die fehlende demokratische Steuerung und Kontrolle von Planung und Produktion. Man
hat Chemikalien in die Natur abgeleitet, Atomenergie hergestellt usw. ohne die
Konsequenzen untersucht zu haben. Die kapitalistische Kriese seit der Mitte der 70'er
Jahre hat weiter die globale ökologische Katastrophe verschärft.
Die Uberproduktionskriese der westlichen Länder seit Mitte der 70'er Jahre führte zum Mangel von produktiven Investierungsbranchen. Das flüssige Kapital vermehrte sich stark. Das Resultat war ein Ansteigen von Darlehen an die Länder der Dritten Weit und die bürokratischen Kommandowirtschaften im Osten. Die Kreditgeschäfte und Verschuldungen halfen über das fundamentale Versagen der kapitalischen Wirtschaft.
Heute ist die Verschuldung der Dritte Welt Länder so hoch, daß sie sowohl das globale wirtschaftliche, wie das ökologische System untergraben kann. Nach jedem neuen Darlehen bekommt das internationale Großbürgertum freien Zugang zur Ausbeutung der Menschen und Natur in den Ländern der Dritten Weit (z.B. die Ausplünderung der Regenwälder im Amazonas und in Indonesien, wo das alte japanische Kapital immernoch vorhanden ist). Und was noch schlimmer ist: Die Länder der Dritten Weit werden mehr und mehr gezwungen, ihre Gewerbestruktur einseitig am Export zu orientieren, um Valuta zur Abzahlung von Schulden zu erhalten. Unter diesem Prozeß wird der Boden mehr als jeh ausgepeinigt. Die Vorraussetzung für eine Änderung der globalen ökologischen Katastrophe ist daher eine Auseinandersetzung mit den imperialistischen Ausbeutungsmethoden u.a. das Nachlassen der Schulden der Dritte Welt Länder.
Eine Lösung der Umweltkatastrophe und des drohenden globalen ökologischen Zusammenbruchs erfordert eine totale Änderung der Produktionsweisen. Die Produktion von Waren zur Aufrechterhaltung von menschlichem Leben muß so organisiert werden, daß sie auf die Ausnutzung von bleibenden und zu erneubarenden Ressourcen baut; und daß auf eine Weise produziert wird, daß weder Umwelt noch die Teilnehmer im Produktionsprozeß vergiftet und verschlissen werden. Die Lösung der Umweltkatastrophe erfordert auch, daß wir unser Verbrauchsmuster ändern. Nicht auf die Art und Weise, daß wir einen geringeren Lebensstandard und weniger Entfaltungsmöglichkeiten erhalten, sondern daß die Ressourcen, die wir ausnutzen, besser genutzt werden durch gemeinsamen Verbrauch (Transport usw.); und daß Recycling einen zentralen Platz im Verbrauch einnimmt. VS stützt daher die Kämpfe der Umweltorganisationen gegen die Vernichtung der Umwelt und für ökologisch richtige Lösungen.
Eine endgültige Lösung der Umwelt- und Ökologieprobleme erfordert Planung die als Prozeß durchgeführt werden soll, wo die Menschen sich als einen Teil der Natur verstehen. So werden wir nicht dazu kommen, unsere Existenz als Art zu bedrohen, sondern im Gegenteil unseren Platz im ökologischen System ausfüllen, ohne dieses zu bedrohen.
Die Durchführung eines solchen Plans, kann nicht innerhalb des kapitalistischen Systems und auch nicht im Rahmen der erklärten sozialistischen Länder geschehen. Dieser Plan erfordert den Aufbau einer Rätedemokratie, wo Produktion und Reproduktion direkt von den Produzenten und Verbrauchern zurechtgelegt werden.
Internationalismus und Antimilitarismus
Unterdrückung und Ausbeutung der Völker in den unterentwickelten
Ländern, helfen das imperialistische System aufrechtzuerhalten. Der Imperialismus
versucht mit ökonomischen, politischen und militärischen Mitteln die notwendige
Umwälzung in den Ländern der Dritten Welt zu verhindern; und auch eine unabhängige
Entwicklung in den Ländern, in denen antiimperialistische Revolutionen stattgefunden
haben.
Die imperialistische Dominanz über die Staaten in der Dritten Welt bedeutet, daß die politischen Kämpfe sich nicht allein um die Verhältnisse in den einzelnen Staaten drehen, sondern darüber hinaus wichtige Seiten des kapitalistischen Weltsystems berühren - Zugang zu billiger Arbeitskraft, Rohstoffen, dem lokalen Markt usw. Die Befreiungskämpfe in Asien, Afrika und Lateinamerika haben u.a. zum Ziel, immer größere Teile dieser Kontinente vom kapitalistischen System loszureißen. Diese Versuche, sich loszureißen, helfen, das kapitalistische Weitsystem zu schwächen. Für VS ist es eine Selbstverständlichkeit diese antiimperialistischen Kämpfe politisch, moralisch und materiell zu stützen.
VS versteht den Militärpakt NATO als Werkzeug des amerikanischen und westeuropäischen Imperialismus. Hauptsächlich gewandt gegen die erklärten sozialistischen Länder, aber auch gegen Dritte Weit Länder in u.a. Nordafrika und Nahem Osten. Die militärische Integration in die NATO, hat zum Ziel, die Aussenpolitik der einzelnen Länder - und in gewissem Grad auch die Innenpolitik - unter die Kontrolle der westlichen imperialistischen Atommächte einzuordnen. Die NATO Zusammenarbeit zwischen den militärischen und zivilen Bürokratien in den westeuropäischen Ländern um u.a. die Durchführung von Ausnahmezustand unter Kriesen und Kriegen bedeutet eine direkte Bedrohung gegen die Einführung des Sozialismus. VS arbeitet für den Austritt Dänemarks aus der NATO, als Schritt hin zur Auflösung der militärischen Blocke NATO und Warschauer Pakt. Ziel ist Allianzfreiheit und gleichwertige Zusammenarbeit zwischen Völkern und Nationen.
Die Alternative zu Aufrüstung und Militarismus ist Abrüstung und Demokratie. VS stützt die Friedensarbeit in Friedensbewegungen, in der Arbeiterklasse und zwischen Soldaten in Ost und West. Nur durch eine umfassende internationale Friedensbewegung ist es möglich, Waffenabrüstung und Entmilitarisierung von Produktion und Staatsapparaten zu erreichen. Der Widerstand gegen Aufrüstung und Militarismus ist nicht pazifistisch begründet. Unter bestimmten historischen und politischen Umständen, kann es notwendig sein, zur Waffe zu greifen, um soziale und demokratische Rechte zu verteidigen/gewinnen; wie z.B. die Widerstandsbewegung im Zweiten Weltkrieg und ein Teil Befreiungsbewegungen in der Welt heute.
Der Internationalismus muß auf allen Ebenen gestärkt werden -als Zusammenarbeit und internationale Solidarität über Landesgrenzen hinaus - sowohl politisch wie materiell. Zusammenarbeit zwischen revolutionären Parteien und Organisationen, zwischen Arbeitern und deren Gewerkschaften und zwischen progressiven Organisationen und Bewegungen im Umweltschutz, in der Wohnungspolitik, im antirassistischen Kampf usw.; ist notwendig, um die Rechte und die Lebensbedingungen der Arbeiterklasse und ihrer Verbündeten zu verbesseren; und um den Kampf zu stärken für Rätedemokratien und demokratische und sozialistische Revolutionen in der ganzen Weit.
Der Hintergrund für VS' Bildung
Obwohl VS zu einem Zeitpunkt gestiftet wurde, wo auf internationalem
Plan umfassende soziale und politische Bewegungen stattfanden, die großen Einfluß auf
deren Entwicklung ausübten - der Vietnamkrieg, die Kulturrevolution in China und der
Studentenaufstand - entstand die Partei aber auf Grund ganz spezieller dänischer
Verhältnisse. Wir wollen uns daher auf die Entwicklung der dänischen Linken
konzentrieren mit Hauptgewicht auf die einmalige Situation, die im November 1966 entstand,
nämlich Dänemarks erste Arbeitermehrzahl im Parlament. Welche Gegensätze in der SF
(Sozialistische Volkspartei) spalteten die Partei?
Die zweigeteilte Arbeiterbewegung
Bis SF's Gründung war die DKP (Dänemarks) mehralseine Generation im
Großen und Ganzen die einzige realistische sozialistische Alternative zu der
überwältigenden sozialdemokratische Dominanz in der dänischen Arbeiterklasse. Weder die
Syndikalisten um die Zeit des Ersten Weltkrieges herum, die Trotzkisten in den 30'er und
40'er Jahren noch Dänemarks Sozialistische Partei (DSP) in den Wern konnten diese
Blockkonstellation brechen und einen "Dritten Weg"" zum Sozialismus
schaffen.
Die Aufdeckung der Stalinverbrechen auf dem 20. Parteikongreß der SUKP im Frühjahr 1956 führte zu tiefen Autoritäts- und Vertrauensklüften in den Parteien, für die Stalin als "... Haupttheoretiker in der kommunistischen Bewegung stand; und gleichzeitig als Erbauer und Leiter der verwirklichten Utopie" Auch in der DKP brachten die Aufdeckungen Unruhe und Brüche in die Parteireihen, aber anscheinend konnte die Einheit in der Partei aufrecht gehalten werden. Der Aufstand in Ungarn 1956 und die darauffolgende sowjetische Invasion vernichtete Alles an einem Tag, was Jahre gebraucht hatte aufzubauen - die DKP wurde gespalten und wieder einmal in der Bevölkerung isoliert.
Das Entstehen "Der neuen Linken"
Der Bruch in der DKP 1958 und die Neuorientierung im Verhältnis zu
sowohl den traditionellen kommunistischen wie sozialdemokratischen Positionen war nicht
ein isoliertes dänisches Phänomen, sondern wiederholte sich mit kleineren Abweichungen
in vielen europäischen Ländern.
Die Revision der marxistischen Grundlage bedeutete u.a. eine Umdefinierung und Ausweitung des Begriffs Arbeiterklasse (Volkspartei), eine Auffassung das der Wohlfahrtsstaat fundamental den Kapitalismus geändert hat ("Konsumgesellschaft") und eine kritische Haltung gegenüber den sozialistischen Ländern. Auf dem organisatorischen Gebiet brach man mit den leninistischen Organisationsprizipien - man nahm Abstand vom demokratischen Zentralismus und der Rolle der Partei als Kaderorganisation - und bevorzugte einen lockeren und pluralistischen Organisationsaufbau.
SF's Gründung und Entwicklung
Nach der massiven Ausmeldungswelle aus der DKP und Aksel Larsens
Exklusion beschloß man, eine neue Partei zu gründen. SF wurde am 15. Februar 1959 auf
einem Kongreß gegründet.
Bereits bei den Parlamentswahlen 1960 gelang SF der Durchbruch als bedeutende soziale Kraft und erreichte 11 Mandate auf der Grundlage von 150.000 Stimmen.
SF hatte jedoch Schwierigkeiten ihre Wähler zu organisieren und eine stabile Partei aufzubauen.
Eine der Konsequenzen keine starke Parteiorganisation aufzubauen war, daß die parlamentarische Arbeit SF's Aktivitäten dominierte.
Arbeitermehrheit
Bei den Parlamentswahlen im November 1966 verloren die
Sozialdemokraten 7 Mandate, aber da SF seine Stimmen verdoppelte und 20 Mandate erhielt,
stand man zum ersten Mal in der Geschichte Dänemarks mit einer parlamentarischen Mehrheit
der Arbeiterparteien.
Vor der Wahl hatte die Sozialdemokratei SF als verdeckte kommunistiche Spaltungspartei dargestellt.
Diese Haltung ändertete sich fundamental unter dem Wahlkampf. Die Sozialdemokraten erörterten die Möglichkeit einer Zusammenarbeit; und als die parlamentarische Arbeitermehrheit nach der Wahl Realität war wurde SF zu Regierungsverhandlungen eingeladen.
Die Verhandlungen zwischen SF und der Sozialdemokratei begannen in tiefster Heimlichkeit mit dem Wunsch von Seiten der Sozialdemokratei eine gemeinsame Regierung zu bilden. Obwohl es sich schnell zeigte, daß ein solches Projekt unmöglich war auf Grund der Uneinigkeiten auf dem Gebiet der Aussen- und Verteidigungspolitik - SF's Markenzeichen - gab der Verlaub der Dinge Anlaß zu kräftigen Reaktionen von SF's Mitgliedern. Hauptsächlich verursacht durch 1) Die Art wie die Verhandlungen stattgefunden hatten - Aksel Larsen und ein paar seiner treuen Anhänger begannen ohne Wissens der Parteiführung. 2) SF-Tops unvorbehaltene Begeisterung über den revolutionären Charakter der Arbeitermehrzahl und dessen anscheinender Wille, die wichtigsten SF-Prinzipien zu übergehen.
Das schuf natürlich Furcht, daß die Partei dermaßen an die sozialdemokratische Politik angepaßt würde, und damit von dem System aufgesaugt würde, wegen dessen Bekämpfung SF gegründet wurde.
Nach dem Zusammenbruch der Regierungsverhandlungen wurde eine lose Adhoc-Zusammenarbeit eingeleitet, dessen Tauglichkeit sollte sich zum ersten Mal bei der Durchführung einer Steuerreform zeigen. Unter diesen Verhandlungen akzeptierte die SF-Führung die Einführung einer Mehrwertsteuer von 10%.
Dieses war ein eklatanter Bruch von SF's bisherigen steuerpolitischen Prinzipien; und da die Mehrwertsteuer inkraft trat vor den anderen verhandelten Reformen, wundert es nicht, daß die Mitglieder wieder mit Protest reagierten.
Im Juni 1967 eskalierte es in der SF und es wurde ein extraordinärer Kongreß einberufen, um die Parteipolitik abzuklären. Zur Überraschung der meisten gewannen die Linken einen überwältigenden Sieg über Aksel Larsen und seine Politik und erhielten die Mehrheit im SF-Vorstand. Das Kongresergebnis zeigte jedoch nicht das reelle Stärkeverhältnis zwischen den verschiedenen Gruppen in SF.
Der Bruch
Der konkrete Anlaß zum Bruch entstand, als die Sozialdemokratei im
Dezember 1967 wünschte, eine Teuerungszulage einzufrieren, nach der Devaluierung der
Krone. Der rechte Flügel der SF erklärte sich bereit, diesen Eingriff in die
Tarifabkommen zu akzeptieren, der natürlich eine Verringerung der Lebensverhältnisse der
Arbeiterklasse bedeutete; die 6 Parlamentsmitglieder des linken Flügel erklärten jedoch,
daß sie dagegen stimmen wollten.
Die Sozialdemokratei hatte nun zum zweiten mal im Laufe von 20 Jahren das Glück, sich von einer genierenden Drohung von links freizumachen. Wie im Verhältnis zur DKP 1945, wie zur SF 1966/67 war die Taktik die Gleiche: die linke Opposition so eng zu umklammern, daß sie nicht im Stande war, größeren Druck auf die Sozialdemokratei zu mobilisieren, und nach dem die einzige Kampfwaffe der Linken gestutzt war, schickte man sie zum Teufel.
Eine Zusammenarbeit mit der Sozialdemokratei war für SF und DKP der Ausdruck für eine strategische Alliance - man hatte ein gemeinsames Ziel mit der Sozialdemokratei und konnte gemeinsam den Sozialismus einführen.
Das Ende der kurzen Epoche der Arbeitermehrzahl war am Tag vor SF's 6. Kongres, der auf Druck des rechten Flügels einberufen war. Der linke Flügel hatte damit gerechnet, eine Mehrzahl unter den Delegierten mustern zu können und weiter als Vorstand von SF zu verbleiben. Daher war es ein Schock, als der Rechenschaftsbericht des Hauptvorstandes niedergestimmt wurde, wenn auch mit knapper Mehrzahl. Obwohl der linke Flügel keine neue Parteigründung vorbereitet hatte, war die Reaktion auf diese Niederlage eindeutig: Blieb man in der SF würde man außerhalb jeden Einflusses stehen und ausschließlich als Geiseln des rechten Flügels fungieren als ständige Unterminierung von SF's ursprünglicher Grundlage - hauptsächlich dem Prinzipprogram von 1963. Sollte weiterhin eine echte SF-Politik existieren, mußten die Linken ausbrechen und eine neue Partei gründen. Das war VS' Start.
Parlamentsrepräsentation, Organisierung u.a.
VS hat seit 1967 (ihrer Gründung) mit wenigen Unterbrechungen bis
1987 im Parlament gesessen; und war in dieser Zeit mit 4-6 Abgeordneten repräsentiert.
VS hat immer nach dem Prinzip gearbeitet: Für die auch noch so geringste Verbesserung und gegen jede Verschlechterung für die Arbeitnehmer.
In VS gilt sowohl für alle politisch gewählten (Parlament, Stadtverwaltung, Kommune usw.) wie für die Angestellten ein sogenanntes Rotationsprinzip, daß bedeutet, daß niemand einen Vertrauensposten länger als 7 Jahre hintereinander bekleiden darf.
VS hat vor einigen Jahren die Quotenregelung eingeführt, um die reelle Gleichstellung zwischen Männern und Frauen zu sichern. Es funktioniert leider immer noch nicht zufriedenstellend.
Für Europäische Zusammenarbeit gegen EG-Union
In Europa ist der Kampf gegen die EG-Union, gegen die sozialen und
umweltmässigen Seiten der EG-Entwicklung und gegen die europäische Aufrüstung und
Militarisierung der EG-Union eng verbunden mit dem Klassenkampf. Dieser Kampf bedeutet in
Dänemark auch den Kampf für einen Austritt oder eine losere Verbindung zur EG um die
schlimmsten Folgen der EG-Mitgliedschaft zu verhindern. Für die Bekämpfung der EG-Union
ist eine vermehrte internationale Zusammenarbeit notwendig und unumgänglich für die
Arbeiterklasse und die Gewerkschaft, für die progressiven und die sozialistischen Kräfte
in Europa, wenn Möglichkeiten für eine alternative Geselischaftsentwicklung geschaffen
werden sollen.
Die EG ist eine Zusammenarbeit zwischen Kapitalisten um den Kapitalismus zu stärken.
Rückgang der Linken und Anfang der Einheitsarbeit
Die Linke in Dänemark ist seit Mitte der 80'er Jahre
organisatorisch, bei Wahlen und anzahlmäßig zurückgegangen. Das führte zu Diskussionen
über Einheitsarbeit zwischen den linken Parteien.
Bei den Wahlen 1987 kam VS nicht mehr ins Parlament, auch keine andere Partei der Neuen Linken. Die DKP hatte seit 1979 keine Abgeordneten im Parlament.
Wenn man die Stimmenanzahl der Linken zusammenrechnete, hätte es für 6 Mandate gereicht!
Daraufhin begannen seriöse Verhandlungen zwischen VS, SAP (die dänische Trotzkistenpartei) und DKP um wahltechnische Zusammenarbeit.
Ausgangspunkt für VS war eine Kongresresolution, die u.a. sagte: "Die Zukunft für die revolutionäre Linke in Dänemark beinhaltet Umgruppierungen, Einheitsarbeit und ausgeweitete Zusammenarbeit kreuz und quer mit dem ausdrücklichen Ziel, daß der Prozeß auf längere Sicht in die Bildung einer revolutionären marxistischen Partei ausmündet. VS' Aufgabe ist es Katalysator zu sein in diesem Prozeß, wo sowohl Parteien, Organisationen, Gruppen, Bewegungen und sehr gern auch die Unorganisierten auf dem linken Flügel eine Rolle spielen.
Das sich die revolutionären Linken sammeln, ist ein dialektischer Prozeß der seinen Ausgangspunkt in den aktuellen Möglichkeiten des Klassenkampfs hat. Von hier ausgehend muß eine breite politische und programmatische Debatte etabliert werden, zwischen allen Richtungen, Organisationen und Grupierungen, die die Notwendigkeit der sozialistischen Revolution erkennen".
Nach 1 1/2 Jahren führten diese Verhandlungen zur Bildung der Einheitsliste - die Rote und Grüne Einheitsliste. Nach dem ersten Jahrestreffen sitzen neben Repräsentanten von VS, SAP und DKP auch Unorganisierte im Vorstand.
Das politische Programm der Einheitsliste ist vom Inhalt her dünn, die Ursache liegt hauptsächlich im internen Parteistreit der DKP, nämlich dem Kampf zwischen Stalinisten und Erneuerern. Dieses sind kurze Auszüge aus dem Programm, einigen Gesetzen und Aktivitäten von VS.
Das Ziel VS' internationaler Aktiviteten
VS hat 3 primäre Ziele mit seine internationale Aktiviteten. Erstens das Entwicklung der
Kontakten zwischen revolutionäre Gruppen, Bewegungen und Parteien hat einer vitaler
Bedeutung um das Entwicklung im internationalen Klassenkampf analysieren zu können. Es
ist nicht möglich der Socialismus und Kommunismus nur im einer Land zu Entwickeln.
Desshalb ist es notwendig die Klassenstrukturen und -Kämpfe internationalerweise zu
Analysieren. Die Kontakte zwischen revolutionäre Gruppen, Bewegungen und Parteien ist
Vital für dieser Analyse. Mit der nidergang im antiimperialistischen Kampf in der dritten
Welt, hat VS mehr kraft in der Entwicklung von Kontakten mit revolutionäre Organisationen
in die imperialischen Zentren, USA, Japan und vor allem Europa gelegt. Die Kontakte sind
Bilaterale. Dass heist, VS ist auch dazu bereit seine Analyse von die Klassenkämpfe in
Dänemark zu publizieren.
Zweitens ist es der Wunsch von VS mit ihre internationale Kontakte eine Diskusion über die Strategie für das internationale revolutionäre Linke zu führen. Dass heist, das entwicklen vom analyse ins Taktik und Strategie. VS wünscht diese Ziel durch bilaterale Kontakten und teilnahme in internationaler Fora wie die Sao Paulo Forum zu erfüllen.
Drittens wünscht VS ihre internationale Kontakte dazu zu brauchen um Solidarität im Dänemarks zur Unterstützung die Kämpfe im Europa und anderen Teilen des Welts zu Entwickeln, sowie auch das internationale Solidarität mobilisieren zu können, wenn die Klassenkämpfe im Dänemark das nötig macht.
Internationaler Publikationen von VS
VS hat durch die achtziger Jahre einer "Letter of Information" im English
publiziert:
nr. 2, Februar 1986: Das dänische Abstimmung über die EG "Reform Pakete" und das recht zur Selbstbestimmung.
nr. 3, Märtz 1986: Das Situation nach der dänischer abstimmung über die EG Pakete. Was sind die Konsequenzen der Ja?
nr. 4, September 1986: VS und das Möglichkeit einer Parlamentarischer Majorität von Arbeiterparteien. Zweiten Teil.
nr. 5, Oktober 1986: VS und das Möglichkeit einer Parlamentarischer Majorität.
nr. 6, April 1988: Der 15. Parteitags der und die Entwicklungen seit die Wahlen im September 1987.
nr. 7, Juli 1988: Wahlen im Maj 1988 und der 15. Parteitags der VS.
nr. 8, Mai 1989: Entwicklungen seit die Wahlen im Mai 1988, das Einhetsprocess und das Extraordinäre VS Parteitag im April 1989.
nr. 9, Mai 1990: Entwicklungen im Dänemark und die Rot-Grüne Einheitsliste seit der Sommer 1989.
nr. 10, November 1997. Der Publikation fängt wieder an (Im English auf der Web zu Lesen)
Seit 1993 publiziert die Rot-Grüne Einheitsliste eine internationaler Zeitschrift im English:
nr. 1, Märtz 1993: Dänemark und die neue Abstimmung über die Maastricht Traktats.
nr. 2, Juli 1993: Grosser Opposition gegen die Europäische Union bleibt eine zentrale politische Ausforderung.
nr. 3, Oktober 1994: Parlamentarischer Durchbruch für die Rot-Grüne Einheitsliste
Diese internationaler Publikationen können aus VS bestellt werden:
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